Lieber Herr Direktor, lassen Sie bitte bei
meinen Noten nur überall die deutschen Be-
zeichnungen so wie ich sie hingesetzt habe.
Die Vorherrschaft in der Musik haben derzeit
noch die Deutschen. Dass sie sie noch minde-
stens fünfzig Jahre
1 länger haben werden, ist
wohl unbezweifelbar mein Verdienst2. Und aus
diesem Grund lege ich Gewicht darauf, dass
man im Ausland noch so lang das nötige
Deutsch lernt, als man Interesse hat, meine
Musik kennen zu lernen. Ich hoffe, Sie gön-
nen mir diese Genugtuung.
Herzliche Grüsse [lhr]
Ihr
10/III. 1923
Lieber Herr Direktor, lassen Sie bitte bei meinen Noten nur überall die deutschen Bezeichnungen so wie ich sie hingesetzt habe. Die Vorherrschaft in der Musik haben derzeit noch die Deutschen. Dass sie sie noch mindestens fünfzig Jahre1 länger haben werden, ist wohl unbezweifelbar mein Verdienst2. Und aus diesem Grund lege ich Gewicht darauf, dass man im Ausland noch so lang das nötige Deutsch lernt, als man Interesse hat, meine Musik kennen zu lernen. Ich hoffe, Sie gönnen mir diese Genugtuung.
Herzliche Grüsse Ihr
Arnold Schönberg
10/III. 1923

10. März 1923


Ort erschlossen

Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection


Brief

Zitierhinweis:

Arnold Schönberg an Universal-Edition, 10. März 1923, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.7119.

Download:
Dieses Dokument als TEI-XML herunterladen