Arnold Schönberg an Universal-Edition
5. November 1924
Lieber Herr Direktor, was ist daran
wahr? Bitte gehen Sie dem nach!
Es schädigt mein Werk doch sehr, wenn
andere Gründe für die Absetzung1 an-
gegeben werden!
wahr? Bitte gehen Sie dem nach!
Es schädigt mein Werk doch sehr, wenn
andere Gründe für die Absetzung1 an-
gegeben werden!
Uebrigens: in der Volksoper kauft,
(wie ich höre) deshalb kein Mensch Karten,
weil man Freikarten mit Regie-
Zuschlag (25000 Kr u mehr!) erhält,
von welchen keine Tantièmen
gezahlt werden.
(wie ich höre) deshalb kein Mensch Karten,
weil man Freikarten mit Regie-
Zuschlag (25000 Kr u mehr!) erhält,
von welchen keine Tantièmen
gezahlt werden.
So erklärt es sich, dass ich 3 mal2
ein sehr gutes Haus sah (das 3. war
sogar voll zu nennen) und doch an-
geblich nichts verkauft war!
ein sehr gutes Haus sah (das 3. war
sogar voll zu nennen) und doch an-
geblich nichts verkauft war!
Wollen Sie dieser Sache nicht
nachgehen! Es ist wirklich gemein und
empört mich, weil es mir neu ist in
solchen Zusammenhängen in der Öffent-
lichkeit genannt zu werden.
nachgehen! Es ist wirklich gemein und
empört mich, weil es mir neu ist in
solchen Zusammenhängen in der Öffent-
lichkeit genannt zu werden.
Absetzung
Die Volksoper befand sich in einer finanziell prekären Lage.
Aufgrund von ausständigen Tantiemenzahlungen an die Verlage Josef
Weinberger und Ricordi seitens der Volksoper wurden Werke von Johann Strauss und Giacomo
Puccini kurzerhand mit Aufführungssperren belegt (Die Stunde 1924). Ob und unter
welchen Umständen die im Artikel genannte Pfändung stattfand, ist nicht
belegt.
3 mal
14. Oktober 1924, Wien, Volksoper,
Festvorstellung anläßlich des Musik- und Theaterfestes der Stadt
Wien;
17. Oktober 1924, Wien, Volksoper
;
21. Oktober 1924, Wien, Volksoper
Die dritte Aufführung fand unter Schönbergs Leitung statt. In Fritz Stiedry an Arnold
Schönberg, 22. Oktober 1924 (ASCC 17202), bittet der Volksoperndirektor unter Hinweis auf die präkere
Finanzlage und den schlechten Verkauf der Aufführungen Schönberg um Gagenverzicht. Eine
weitere Wiederholung fand am 28. Oktober
1924 statt:
28. Oktober 1924, Wien, Volksoper
.
Lieber Herr Direktor, was ist daran wahr? Bitte gehen Sie dem nach! Es
schädigt mein Werk doch sehr, wenn andere
Gründe für die Absetzung1 angegeben werden!
Uebrigens: in der Volksoper kauft, (wie ich
höre) deshalb kein Mensch Karten, weil man
Freikarten mit Regie-Zuschlag (25000 Kr u mehr!) erhält,
von welchen keine Tantièmen gezahlt werden.
So erklärt es sich, dass ich 3 mal2
ein sehr gutes Haus sah (das 3. war sogar voll zu nennen) und doch
angeblich nichts verkauft war!
Wollen Sie dieser Sache nicht nachgehen! Es ist wirklich gemein und
empört mich, weil es mir neu ist in solchen Zusammenhängen in der
Öffentlichkeit genannt zu werden.
Absetzung
Die Volksoper befand sich in einer finanziell prekären Lage.
Aufgrund von ausständigen Tantiemenzahlungen an die Verlage Josef
Weinberger und Ricordi seitens der Volksoper wurden Werke von Johann Strauss und Giacomo
Puccini kurzerhand mit Aufführungssperren belegt (Die Stunde 1924). Ob und unter
welchen Umständen die im Artikel genannte Pfändung stattfand, ist nicht
belegt.
3 mal
14. Oktober 1924, Wien, Volksoper,
Festvorstellung anläßlich des Musik- und Theaterfestes der Stadt
Wien;
17. Oktober 1924, Wien, Volksoper
;
21. Oktober 1924, Wien, Volksoper
Die dritte Aufführung fand unter Schönbergs Leitung statt. In Fritz Stiedry an Arnold
Schönberg, 22. Oktober 1924 (ASCC 17202), bittet der Volksoperndirektor unter Hinweis auf die präkere
Finanzlage und den schlechten Verkauf der Aufführungen Schönberg um Gagenverzicht. Eine
weitere Wiederholung fand am 28. Oktober
1924 statt:
28. Oktober 1924, Wien, Volksoper
.
5. November 1924
Ort erschlossen; Beilage: Neues Wiener Journal, 5. November 1924
Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Brief
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 5. November 1924, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.7139.