!!!! Bitte notieren Sie meine neue Berliner Adresse!
Ihr Herr Dr. Kallmus wundert sich merkwürdi-
gerweise, dass ich den Brief vom 24. VI. nicht beantwor
tet habe. Lesen Sie diesen Brief nach und Sie werden
leicht ermessen können, dass dort nicht der Ton [...]
herrscht, der im Verkehr mit mir anzuwenden ist.
Auf die von mir geforderte Voraus- und Bar-
bezahlung, wie ich sie in meinem Briefe beziffert ha-
be, bin ich nicht in der Lage, zu verzichten, da ich
mit der Herausgabe sehr viel Arbeit haben werde. Nur
um diese Herausgabe überhaupt zu ermöglichen, habe ich eine so
kleine Summe zugrunde gelegt. Würde ich die Zeit be-
rechnen, die ich dafür aufwenden muss, so käme gewiss
das 3–4-fache heraus.
Wenn der Verlag oder die UE mir diese Voraus-
bezahlung leistet, so wäre diese Sache damit abge-
schlossen, denn die übrigen Propositionen Ihres Brie-
fes akzeptiere ich. U. zw. (präciser formuliert):
I. Die aus der französischen Uebersetzung
sich ergebenden Beträge, werden zwischen uns zu glei-
chen Teilen (ohne jedweden Abzug) geteilt.
II. Die Abrechnung hat, sowohl von Verlag zu
Verlag, wie auch zwischen mir und Ihnen halbjährig
per 30. VI und 31. XII. zu geschehen, mit wendender Post.
III. Die Original-Abrechnung ist mir über
Verlangen zu zeigen.
IV. Die auf mich entfallenen Anteile sind
gleichzeitig mit der Abrechnung bar an mich zu sen-
den.
Hochachtungsvoll


!!!! Bitte notieren Sie meine neue Berliner Adresse!
Ihr Herr Dr. Kallmus wundert sich merkwürdigerweise, dass ich den Brief vom 24. VI. nicht beantwortet habe. Lesen Sie diesen Brief nach und Sie werden leicht ermessen können, dass dort nicht der Ton herrscht, der im Verkehr mit mir anzuwenden ist.
Auf die von mir geforderte Voraus- und Barbezahlung, wie ich sie in meinem Briefe beziffert habe, bin ich nicht in der Lage, zu verzichten, da ich mit der Herausgabe sehr viel Arbeit haben werde. Nur um diese Herausgabe überhaupt zu ermöglichen, habe ich eine so kleine Summe zugrunde gelegt. Würde ich die Zeit berechnen, die ich dafür aufwenden muss, so käme gewiss das 3–4-fache heraus.
Wenn der Verlag oder die UE mir diese Vorausbezahlung leistet, so wäre diese Sache damit abgeschlossen, denn die übrigen Propositionen Ihres Briefes akzeptiere ich. U. zw. (präciser formuliert):
I. Die aus der französischen Uebersetzung sich ergebenden Beträge, werden zwischen uns zu gleichen Teilen (ohne jedweden Abzug) geteilt.
II. Die Abrechnung hat, sowohl von Verlag zu Verlag, wie auch zwischen mir und Ihnen halbjährig per 30. VI und 31. XII. zu geschehen, mit wendender Post.
III. Die Original-Abrechnung ist mir über Verlangen zu zeigen.
IV. Die auf mich entfallenen Anteile sind gleichzeitig mit der Abrechnung bar an mich zu senden.
Hochachtungsvoll Arnold Schönberg


14. Juli 1930

Datierung laut Eingangsstempel

Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection


Brief

Zitierhinweis:

Arnold Schönberg an Universal-Edition, 14. Juli 1930, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.7228.

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