Arnold Schönberg an Universal-Edition
9. September 1927
An die UE.
Die in Ihrem Brief vom 5. d. M. erwähnte 660 Sch.-Sache
ist in Ordnung. Ich habe mir, diesmal auf Ihre Kosten, ei-
nen Brief abgespart. Sonst ist mir manchmal mein Risiko
zu gross dazu und da muss ich doch den einen oder den
andern Ihrer Irrtümer richtigstellen. Wollte ich mich
mit allen befassen, müsste ich mir einen Sekretär eigens
für diesen Zweck halten. Die 660 Sch. werde ich bar zurück
senden. Ich will der Tradition ihr Recht lassen, will, wie
bisher, aus Ihren Irrtümern keinen Vorteil ziehen.
ist in Ordnung. Ich habe mir, diesmal auf Ihre Kosten, ei-
nen Brief abgespart. Sonst ist mir manchmal mein Risiko
zu gross dazu und da muss ich doch den einen oder den
andern Ihrer Irrtümer richtigstellen. Wollte ich mich
mit allen befassen, müsste ich mir einen Sekretär eigens
für diesen Zweck halten. Die 660 Sch. werde ich bar zurück
senden. Ich will der Tradition ihr Recht lassen, will, wie
bisher, aus Ihren Irrtümern keinen Vorteil ziehen.
Dem Verband Deutscher Bühnenschriftsteller und
Komponiste[n]
würde ich notfalls, wenn ich d[a]zu gezwungen bin, beitreten.
Soviel mir jedoch bekannt ist, dürfte dieser Verband kein
Recht haben, sich gegen die Aufführung meiner Bühnenwerke
zu wehren. Denn da er (wenn ich nicht irre) nur Autoren auf-
nimmt, die abendfüllende Werke geschrieben haben, befasst
er sich nur mit solchen Autoren, ist nur zu dere[e]n Vertre-
tung befugt und es fallen andere somit ausserhalb seiner
Interessensphäre, ausserhalb somit seiner Kompetenz.
würde ich notfalls, wenn ich d[a]zu gezwungen bin, beitreten.
Soviel mir jedoch bekannt ist, dürfte dieser Verband kein
Recht haben, sich gegen die Aufführung meiner Bühnenwerke
zu wehren. Denn da er (wenn ich nicht irre) nur Autoren auf-
nimmt, die abendfüllende Werke geschrieben haben, befasst
er sich nur mit solchen Autoren, ist nur zu dere[e]n Vertre-
tung befugt und es fallen andere somit ausserhalb seiner
Interessensphäre, ausserhalb somit seiner Kompetenz.
Diesen Standpunkt bitte ich zunächst in meinem Namen, ehe
ich, trotz ehrenvoller Nichteinladung mich dort eindränge,
diesem geschätzten Verbande gegenüber zu vertreten.
ich, trotz ehrenvoller Nichteinladung mich dort eindränge,
diesem geschätzten Verbande gegenüber zu vertreten.
Notfalls, wie gesagt, bitte ich in meinem Namen
meine Beitritt
sanmeldung schmerzlos zu vollziehen.
sanmeldung schmerzlos zu vollziehen.
Vorgester[n] sandte ich Ihnen die Korrekturen, deren Empfang
Sie mir noch nicht bestättigt haben.
Sie mir noch nicht bestättigt haben.
Auch eine Photographie2 lag bei.
Richtig: Frau Coolidge bittet
mich um die
Erlaubnis zum Herausschreiben der ,die
Stimmen des 3. Quartetts für die Ihr zugestandenen amerika-
nischen Aufführungen. Bitte erteilen Sie ihr sie ausdrück-
lich und genau abgegrenzt (wegen mei-
ner früheren Zusage3 an das Kolischquartett!)
Stimmen des 3. Quartetts für die Ihr zugestandenen amerika-
nischen Aufführungen. Bitte erteilen Sie ihr sie ausdrück-
lich und genau abgegrenzt (wegen mei-
ner früheren Zusage3 an das Kolischquartett!)
Ende dieser Woche, Samstag, wahrscheinlich, gehe ich
wieder nach Wien: es wird mir ein Vergnügen sein.
wieder nach Wien: es wird mir ein Vergnügen sein.
Mit den besten Grüssen, hochachtungsvoll
aufführung
Photographie
Portrait, 1927 (ASCI PH1482).
Zusage
Arnold Schönberg an Hans Kindler, 22. Juni 1927
(ASCC 20633).
An die UE.
Die in Ihrem Brief vom 5. d. M. erwähnte 660 Sch.-Sache ist in Ordnung. Ich habe mir,
diesmal auf Ihre Kosten, einen Brief abgespart. Sonst ist mir manchmal mein Risiko zu
gross dazu und da muss ich doch den einen oder den andern Ihrer Irrtümer
richtigstellen. Wollte ich mich mit allen befassen, müsste ich mir einen
Sekretär eigens für diesen Zweck halten. Die 660 Sch. werde ich bar zurück
senden. Ich will der Tradition ihr Recht lassen, will, wie bisher, aus
Ihren Irrtümern keinen Vorteil ziehen.
Dem Verband Deutscher Bühnenschriftsteller und
Komponisten
würde ich notfalls, wenn ich dazu
gezwungen bin, beitreten. Soviel mir jedoch bekannt ist, dürfte dieser
Verband kein Recht haben, sich gegen die Aufführung meiner Bühnenwerke
zu wehren. Denn da er (wenn ich nicht irre) nur Autoren aufnimmt, die abendfüllende Werke geschrieben haben, befasst er sich nur mit
solchen Autoren, ist nur zu deren Vertretung befugt und es fallen
andere somit ausserhalb seiner Interessensphäre, ausserhalb somit seiner Kompetenz.
Diesen Standpunkt bitte ich zunächst in meinem Namen, ehe ich, trotz
ehrenvoller Nichteinladung mich dort eindränge,
diesem geschätzten Verbande gegenüber zu vertreten.
Notfalls, wie gesagt, bitte ich in meinem Namen
meine Beitrittsanmeldung schmerzlos zu vollziehen.
Vorgestern sandte ich Ihnen die Korrekturen, deren Empfang Sie mir noch nicht bestättigt haben.
Auch eine Photographie2 lag bei.
Richtig: Frau Coolidge bittet
mich um die
Erlaubnis zum Herausschreiben der ,
Stimmen des 3. Quartetts für die Ihr
zugestandenen amerikanischen Aufführungen. Bitte erteilen Sie ihr sie
ausdrücklich und genau abgegrenzt (wegen meiner früheren
Zusage3 an das Kolischquartett!)
Ende dieser Woche, Samstag, wahrscheinlich, gehe ich wieder nach Wien: es wird mir ein Vergnügen sein.
aufführung
Photographie
Portrait, 1927 (ASCI PH1482).
Zusage
Arnold Schönberg an Hans Kindler, 22. Juni 1927
(ASCC 20633).
9. September 1927
Datierung laut Eingangsstempel
Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Brief
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 9. September 1927, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.1273.