Dir. W/Ks.
Wien, 13. Oktober 1932.
Herrn
Sehr verehrter Herr Professor!
Wir senden Ihnen heute die auf Grund unserer
Abmachung vom September d. J. richtiggestellte Abrechnung per
I. Halbjahr 1932, die nun auf Konto „alte Werke“ noch einen
Saldo zu Ihren Gunsten von M 337.93 aufweist. Falls wir bis
20. ds. von Ihnen keine andere Disposition erhalten, lassen wir
Ihnen den Betrag per Postscheckamt zugehen.
Die Angelegenheit mit Balan1 zieht sich endlos.
Während eines eintägigen Aufenthaltes in Berlin vor ca. 10 Tagen
hat unser Herr Direktor Winter zweimal mit Balan zu sprechen
versucht ohne ihn zu erreichen. Wiewohl ihm vormittags mitgeteilt
wurde, dass Herr Balan bestimmt zwischen 3 und 4 Uhr in seinem
Büro sein würde, war er auch um diese Zeit nicht zu sprechen.
Es wurde Herrn Direktor Winter mitgeteilt, dass Herr Balan der
U.E.
bereits schriftlich bezüglich Ihrer Abrechnung berichtet
habe. Es kam jedoch kein Brief nach Wien. Wir haben daraufhin
Herrn Schlee nochmals beauftragt zu Balan zu gehen2 und vermuten,
dass Herr Schlee Sie bereits über seine Intervention informierte.
Wiewohl wir der Meinung sind, dass Sie in einem
Prozess gegen Balan obsiegen würden, würden wir doch vorschlagen,
die Sache womöglich auf gütlichem Wege zu bereinigen. Wir schreiben
heute – Ihr Einverständnis voraussetzend – heute nochmals an Herrn
Schlee, er möge sich in dieser Angelegenheit mit Ihnen in Ver-
bindung setzen.
Wegen der neuen Verträge3 bitten wir Sie sich
noch kurze Zeit zu gedulden, wir werden Ihnen diese ehestens zu-
gehen lassen.
Mit verbindlichen Grüssen in vorzüglicher Hochachtung Abrechnung

Dir. W/Ks.
Wien, 13. Oktober 1932.
Herrn
Sehr verehrter Herr Professor!
Wir senden Ihnen heute die auf Grund unserer Abmachung vom September d. J. richtiggestellte Abrechnung per I. Halbjahr 1932, die nun auf Konto „alte Werke“ noch einen Saldo zu Ihren Gunsten von M 337.93 aufweist. Falls wir bis 20. ds. von Ihnen keine andere Disposition erhalten, lassen wir Ihnen den Betrag per Postscheckamt zugehen.
Die Angelegenheit mit Balan1 zieht sich endlos. Während eines eintägigen Aufenthaltes in Berlin vor ca. 10 Tagen hat unser Herr Direktor Winter zweimal mit Balan zu sprechen versucht ohne ihn zu erreichen. Wiewohl ihm vormittags mitgeteilt wurde, dass Herr Balan bestimmt zwischen 3 und 4 Uhr in seinem Büro sein würde, war er auch um diese Zeit nicht zu sprechen. Es wurde Herrn Direktor Winter mitgeteilt, dass Herr Balan der U.E. bereits schriftlich bezüglich Ihrer Abrechnung berichtet habe. Es kam jedoch kein Brief nach Wien. Wir haben daraufhin Herrn Schlee nochmals beauftragt zu Balan zu gehen2 und vermuten, dass Herr Schlee Sie bereits über seine Intervention informierte.
Wiewohl wir der Meinung sind, dass Sie in einem Prozess gegen Balan obsiegen würden, würden wir doch vorschlagen, die Sache womöglich auf gütlichem Wege zu bereinigen. Wir schreiben heute – Ihr Einverständnis voraussetzend – heute nochmals an Herrn Schlee, er möge sich in dieser Angelegenheit mit Ihnen in Verbindung setzen.
Wegen der neuen Verträge3 bitten wir Sie sich noch kurze Zeit zu gedulden, wir werden Ihnen diese ehestens zugehen lassen.
Mit verbindlichen Grüssen in vorzüglicher Hochachtung
Winter
Abrechnung

13. Oktober 1932



The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection


Brief

Zitierhinweis:

Universal-Edition an Arnold Schönberg, 13. Oktober 1932, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.17372.

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