Universal-Edition an Arnold Schönberg
22. November 1913
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 22. November 1913
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 22. November 1913
GP
Wohlgeboren
Herrn Arnold Schönberg
Sehr geehrter Herr Schönberg!
Wir bestätigen den Empfang Ihres Geschätzten vom
20. ds. und erlauben uns, Ihnen mitzuteilen, dass wir Ihre
Original-Partitur1 bis Seite 122 nicht frei haben, weil wir
dieselbe zur Kopiatur und Kollationierung brauchen. Hin-
gegen senden wir Ihnen Seiten 123 bis Schluss des 3. Tei-
les Ihres Manuskriptes mit gleicher Post. In dieses Manus-
kript sind die von Ihnen vorgenommenen Retouchen noch
nicht eingetragen. Ob wir den Anfang Ihrer Original-Par-
titur bis zum 4. Dezember werden frei bekommen ist noch
schwer vorauszusagen, weil wir wären Ihnen sehr dankbar,
wenn Sie uns nicht allzusehr drängen würden, denn jeder Tag, den
wir mehr Zeit haben, ist für die Fehlerlosigkeit der Par-
titurkopie von grossem Wert. Nach den uns von Leipzig zu-
gegangenen Mitteilungen findet die erste Probe zu den
„Gurre-Liedern“ erst am 17. Dezember statt, sodass die Zu-
sendung der Partitur an Sie noch etwas Zeit hat.
20. ds. und erlauben uns, Ihnen mitzuteilen, dass wir Ihre
Original-Partitur1 bis Seite 122 nicht frei haben, weil wir
dieselbe zur Kopiatur und Kollationierung brauchen. Hin-
gegen senden wir Ihnen Seiten 123 bis Schluss des 3. Tei-
les Ihres Manuskriptes mit gleicher Post. In dieses Manus-
kript sind die von Ihnen vorgenommenen Retouchen noch
nicht eingetragen. Ob wir den Anfang Ihrer Original-Par-
titur bis zum 4. Dezember werden frei bekommen ist noch
schwer vorauszusagen, weil wir wären Ihnen sehr dankbar,
wenn Sie uns nicht allzusehr drängen würden, denn jeder Tag, den
wir mehr Zeit haben, ist für die Fehlerlosigkeit der Par-
titurkopie von grossem Wert. Nach den uns von Leipzig zu-
gegangenen Mitteilungen findet die erste Probe zu den
„Gurre-Liedern“ erst am 17. Dezember statt, sodass die Zu-
sendung der Partitur an Sie noch etwas Zeit hat.
Wir wollen vor den Aufführungen in Leipzig2 und München3
auch 2 Einzel-Ausgaben aus dem Klavier-Auszug heraus-
bringen und zwar das Lied der Waldtaube und dann vielleicht
die Stelle von Ziffer 44 bis 554. Wir senden Ihnen nun
gleichzeitig jenen Teile des Klavier-Auszuges, welche die-
se beiden Stellen enthalten, ein und bitten sie, uns genau
anzugeben, wo diese Einzel-Ausgaben beginnen und aufhören
sollen. Desgleichen wollen Sie den von Ihnen ev. gewünsch-
ten Abschluss der Einzelausgaben eintragen.
auch 2 Einzel-Ausgaben aus dem Klavier-Auszug heraus-
bringen und zwar das Lied der Waldtaube und dann vielleicht
die Stelle von Ziffer 44 bis 554. Wir senden Ihnen nun
gleichzeitig jenen Teile des Klavier-Auszuges, welche die-
se beiden Stellen enthalten, ein und bitten sie, uns genau
anzugeben, wo diese Einzel-Ausgaben beginnen und aufhören
sollen. Desgleichen wollen Sie den von Ihnen ev. gewünsch-
ten Abschluss der Einzelausgaben eintragen.
Original-Partitur
Partiturreinschrift (ASGA B 16/1, Quelle C).
Leipzig
München
Die für 16. Februar 1914 angesetzte Münchener Erstaufführung der Gurre-Lieder
musste auf die kommende Saison verschoben werden, da Bruno Walter parallel mit der
Einstudierung von Franz Schreker, Der ferne
Klang befasst war (Bruno Walter an Arnold Schönberg, 12.
Dezember 1913; ASCC
18041;
Allgemeine Zeitung
1914). Wegen kriegsbedingtem Mangel an Chorsängern kam es Anfang 1915 zu einer weiteren Verschiebung.
Die Aufführung kam schließlich nicht zustande (Bruno Walter an Arnold
Schönberg, 3. Jänner 1915; ASCC
18040).
Stelle von Ziffer 44 bis 55
So tanzen die Engel; Nun sag ich
Dir zum ersten Mal.
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 22. November 1913
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 22. November 1913
GP
Sehr geehrter Herr Schönberg!
Wir bestätigen den Empfang Ihres Geschätzten vom
20. ds. und erlauben uns, Ihnen mitzuteilen, dass
wir Ihre Original-Partitur1 bis Seite 122 nicht frei
haben, weil wir dieselbe zur Kopiatur und Kollationierung brauchen. Hingegen senden wir Ihnen Seiten 123 bis Schluss des 3. Teiles Ihres Manuskriptes mit gleicher Post. In dieses Manuskript sind die von Ihnen vorgenommenen Retouchen noch nicht
eingetragen. Ob wir den Anfang Ihrer Original-Partitur bis zum 4. Dezember werden
frei bekommen ist noch schwer vorauszusagen, weil wir wären Ihnen sehr
dankbar, wenn Sie uns nicht allzusehr drängen würden, denn jeder Tag, den wir mehr Zeit haben, ist für die
Fehlerlosigkeit der Partiturkopie von grossem Wert. Nach den uns von Leipzig zugegangenen Mitteilungen findet die erste Probe zu den
„Gurre-Liedern“ erst am 17. Dezember statt, sodass die Zusendung der Partitur an Sie noch etwas Zeit hat.
Wir wollen vor den Aufführungen in Leipzig2 und München3
auch 2 Einzel-Ausgaben aus dem Klavier-Auszug herausbringen und zwar das Lied der Waldtaube und dann vielleicht
die Stelle von Ziffer 44 bis 554. Wir senden Ihnen nun gleichzeitig
jene Teile des
Klavier-Auszuges, welche diese beiden Stellen enthalten, ein und bitten sie, uns genau
anzugeben, wo diese Einzel-Ausgaben beginnen
und aufhören sollen. Desgleichen wollen Sie
den von Ihnen ev. gewünschten Abschluss der Einzelausgaben
eintragen.
Original-Partitur
Partiturreinschrift (ASGA B 16/1, Quelle C).
Leipzig
München
Die für 16. Februar 1914 angesetzte Münchener Erstaufführung der Gurre-Lieder
musste auf die kommende Saison verschoben werden, da Bruno Walter parallel mit der
Einstudierung von Franz Schreker, Der ferne
Klang befasst war (Bruno Walter an Arnold Schönberg, 12.
Dezember 1913; ASCC
18041;
Allgemeine Zeitung
1914). Wegen kriegsbedingtem Mangel an Chorsängern kam es Anfang 1915 zu einer weiteren Verschiebung.
Die Aufführung kam schließlich nicht zustande (Bruno Walter an Arnold
Schönberg, 3. Jänner 1915; ASCC
18040).
Stelle von Ziffer 44 bis 55
So tanzen die Engel; Nun sag ich
Dir zum ersten Mal.
22. November 1913
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Universal-Edition an Arnold Schönberg, 22. November 1913, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.17505.