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21/XI. 1913
Lieber Herr Direktor, ich fahre morgen nach Stettin um einen
Vortrag über Mahler zu halten1 und bleibe bis 25/XI dort (bei Dr.
Jalowetz, Stettin Dohrnstr. 1)
I. für meine Leipziger Proben2 brauche ich unbedingt meine
Original-Partitur.3 Aus der kleinen Partitur kann man
nicht dirigieren. Die erste Probe ist am 10. Dezember. Ich müsste
die Partitur also spätestens am 4. haben!!
II. Bitte schicken Sie mir
1.) die Partitur meines neuen Orchesterliedes „Seraphita4
2.) die beiden Balladen für Klavier und Gesang
  • a) Der verlorne Haufen (je zwei Exemplare!!!)
  • b) Jane Gray (〃 [je][zwei][Exemplare])
3.) die übrigen Lieder5, die Sie von mir als Manuskript
haben!
Ich brauche sie für Sänger.
III. Bitte sagen Sie mir auch Ihre Entscheidung über
Seraphita!
IV. Schicken Sie, bitte, an Frau Bahr Mildenburg (Salzburg
Schloss Arenberg; derzeit bis cirka 3/XII. Wien III. Salesianergasse
7
, bei Frau Wittgenstein) meine Lieder op 2, 3 und 6, ferner
Clav. Ausz. der Orchesterlieder „Natur“ u. „Sehnsucht“.
V. Das Monodram wird also wahrscheinlich doch für Dresden
frei werden6. Ich fahre7 anfangs December noch einmal hinüber.
Schuch und Seebach interessieren sich sehr dafür! Raten Sie mir:
soll ich mich eventuell lieber damit begnügen, dass es in Dresden
nächstes Jahr kommt, oder halten Sie es für besser, schon heuer.
Herzl. Gruß Schönberg
21/XI. 1913
Lieber Herr Direktor, ich fahre morgen nach Stettin um einen Vortrag über Mahler zu halten1 und bleibe bis 25/XI dort (bei Dr. Jalowetz, Stettin Dohrnstr. 1)
I. für meine Leipziger Proben2 brauche ich unbedingt meine Original-Partitur.3 Aus der kleinen Partitur kann man nicht dirigieren. Die erste Probe ist am 10. Dezember. Ich müsste die Partitur also spätestens am 4. haben!!
II. Bitte schicken Sie mir
1.) die Partitur meines neuen Orchesterliedes „Seraphita4
2.) die beiden Balladen für Klavier und Gesang
  • a) Der verlorne Haufen (je zwei Exemplare!!!)
  • b) Jane Gray ( je zwei Exemplare)
3.) die übrigen Lieder5, die Sie von mir als Manuskript haben!
Ich brauche sie für Sänger.
III. Bitte sagen Sie mir auch Ihre Entscheidung über Seraphita!
IV. Schicken Sie, bitte, an Frau Bahr Mildenburg (Salzburg Schloss Arenberg; derzeit bis cirka 3/XII. Wien III. Salesianergasse 7, bei Frau Wittgenstein) meine Lieder op 2, 3 und 6, ferner Clav. Ausz. der Orchesterlieder „Natur“ u. „Sehnsucht“.
V. Das Monodram wird also wahrscheinlich doch für Dresden frei werden6. Ich fahre7 anfangs December noch einmal hinüber. Schuch und Seebach interessieren sich sehr dafür! Raten Sie mir: soll ich mich eventuell lieber damit begnügen, dass es in Dresden nächstes Jahr kommt, oder halten Sie es für besser, schon heuer.
Herzl. Gruß Schönberg

21. November 1913


The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection



Brief, Kopie

Zitierhinweis:

Arnold Schönberg an Universal-Edition, 21. November 1913, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.354.

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