21.IV.1938
Ich schrieb Ihnen vor ungefähr
drei Wochen, dass ich eine Liste einsenden werde um Sie
zu ersuchen, mir Noten aus dem Universal Editions Kata-
log und aus der Philharmonia Edition zu senden.
Ich weiss nicht, ob Sie wissen, dass ich
ein Lehrbuch der Komposition schreibe, in welchem
eine sehr grosse Anzahl Beispiele aus Meisterwerken citiert
werden. Ich muss nun dem Drucker meine eigenen Exemplare
als Vorlage geben
1 und da die bereits sehr abgenützt
sind, werde ich sie wohl kaum in brauchbarem Zustande
zurückbekommen und muss daher sofort an Ersatz denken.
NB: Wäre die Universal Edition in
der Lage, die deutsche Ausgabe dieses Buches zu ver-
öffentlichen? Ich würde in diesem Falle die deutsche Ueber-
setzung selbst anfertigen: es wird ein Standardwerk!
Lassen Sie mich wissen, wie Sie darüber denken.
Die Anzahl der Bände (gebunden), die ich
brauche dürfte ziemlich gross sein, aber ich habe bis heu-
te noch keinen vollen Ueberblick darüber und sende Ihnen
darum heute nur einen Teil der Liste. Diese Werke be-
nötige ich sehr dringend und würde deshalb bitten sie
so zu senden, dass ich sie ehestens bekomme. Wenn sie näm-
lich als Pakette geschickt werden, hält die Zollabfertigung
viel länger auf, als wenn sie als Drucksache in kleinen
Mengen gehen.
Sobald ich über den Umfang meines Bedar-
fes vollkommen klar bin, sende ich Ihnen weitere Listen
der Beispiele, die ich benötige. Ich nehme an, dass Sie
mir bei der Verrechnung denselben Rabatt gewähren, der
mir als Autor immer bei Ihnen abgerechnet wurde.
Bis zum Eintreffen Ihrer freundlichen
Antwort werde ich wohl den genauen Umfang meines Be-
darfes kennen.
Einstweilen bin ich mit besten Grüssen hochachtungsvoll
Ich habe doch fast die ganze Liste fertiggestellt.
Wer weiss, wann ich wieder dazu komme.
Viele Grüsse an
meine Freunde
Frl. Rothe, Herr Winter,
Stein etc
21.IV.1938
Ich schrieb Ihnen vor ungefähr drei Wochen, dass ich eine Liste einsenden werde um Sie zu ersuchen, mir Noten aus dem Universal Editions Katalog und aus der Philharmonia Edition zu senden.
Ich weiss nicht, ob Sie wissen, dass ich ein Lehrbuch der Komposition schreibe, in welchem eine sehr grosse Anzahl Beispiele aus Meisterwerken citiert werden. Ich muss nun dem Drucker meine eigenen Exemplare als Vorlage geben1 und da die bereits sehr abgenützt sind, werde ich sie wohl kaum in brauchbarem Zustande zurückbekommen und muss daher sofort an Ersatz denken.
NB: Wäre die Universal Edition in der Lage, die deutsche Ausgabe dieses Buches zu veröffentlichen? Ich würde in diesem Falle die deutsche Uebersetzung selbst anfertigen: es wird ein Standardwerk! Lassen Sie mich wissen, wie Sie darüber denken.
Die Anzahl der Bände (gebunden), die ich brauche dürfte ziemlich gross sein, aber ich habe bis heute noch keinen vollen Ueberblick darüber und sende Ihnen darum heute nur einen Teil der Liste. Diese Werke benötige ich sehr dringend und würde deshalb bitten sie so zu senden, dass ich sie ehestens bekomme. Wenn sie nämlich als Pakette geschickt werden, hält die Zollabfertigung viel länger auf, als wenn sie als Drucksache in kleinen Mengen gehen.
Sobald ich über den Umfang meines Bedarfes vollkommen klar bin, sende ich Ihnen weitere Listen der Beispiele, die ich benötige. Ich nehme an, dass Sie mir bei der Verrechnung denselben Rabatt gewähren, der mir als Autor immer bei Ihnen abgerechnet wurde.
Bis zum Eintreffen Ihrer freundlichen Antwort werde ich wohl den genauen Umfang meines Bedarfes kennen.
Einstweilen bin ich mit besten Grüssen hochachtungsvoll
Arnold Schoenberg
Ich habe doch fast die ganze Liste fertiggestellt. Wer weiss, wann ich wieder dazu komme.
Viele Grüsse an meine Freunde Frl. Rothe, Herr Winter, Stein etc

21. April 1938



Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Wien
Wissenschaftszentrum Arnold Schönberg und die Wiener Schule
Archiv der Universal Edition, Depositum


Brief

Zitierhinweis:

Arnold Schönberg an Universal-Edition, 21. April 1938, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.3045.

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