Arnold Schönberg an Universal-Edition
12. September 1910
12/9. 1910
Geehrtes Fräulein Rothe, Frau Dr
Pappenheim kommt
morgen [Die]nstag um 1/2 3 Uhr nachmittags zu Ihnen ins Bureau um einer Ihrer Damen ihre Dichtung den
Text zum Monodram zu diktieren1. Vielleicht geben Sie ihr jemanden der sehr schnell
und gut schreibt. Sie hat eine Stunde bloß Zeit. Das zweite Werk2 werdesende ich ihnen
sobald ich kann senden gleichzeitig sowie die eine Abschrift fertig ist. Bitte soviel
Kopien3 zu machen als möglich ist und wenns fertig ist, an mich zu schicken.
Frau Dr Pappenheim könnte eventuell schon früher (1/2 2 Uhr) aber da ist bei
Ihnen noch niemand da. Eventuell könnten Sie sie vormittags unter 16004
im Allgem. Krankenhaus anrufen.
morgen [Die]nstag um 1/2 3 Uhr nachmittags zu Ihnen ins Bureau um einer Ihrer Damen ihre Dichtung den
Text zum Monodram zu diktieren1. Vielleicht geben Sie ihr jemanden der sehr schnell
und gut schreibt. Sie hat eine Stunde bloß Zeit. Das zweite Werk2 werdesende ich ihnen
sobald ich kann senden gleichzeitig sowie die eine Abschrift fertig ist. Bitte soviel
Kopien3 zu machen als möglich ist und wenns fertig ist, an mich zu schicken.
Frau Dr Pappenheim könnte eventuell schon früher (1/2 2 Uhr) aber da ist bei
Ihnen noch niemand da. Eventuell könnten Sie sie vormittags unter 16004
im Allgem. Krankenhaus anrufen.
Die beiliegende Karte, die
ich zu erledigen bitte, erwähnt
auch eine Bestellung auf 1 Exemplar meines II. Quartettes, die ich Ihrem
He[r]rn Englisch übergab. Vielleicht kann man die Fertigstellung der Noten
auch eine Bestellung auf 1 Exemplar meines II. Quartettes, die ich Ihrem
He[r]rn Englisch übergab. Vielleicht kann man die Fertigstellung der Noten
irgendwie beschleunigen.
Jedenfalls bitte ich diese Bestellung vor-
zumerken und die Noten sofort abzusenden, sobald sie vorhanden
sind.
zumerken und die Noten sofort abzusenden, sobald sie vorhanden
sind.
Es sind noch eine Anzahl Exemplare meines 2ten Quartettes
bei mir. Werden die nicht benötigt, wenn die neuen Umschläge4
drauf kommen. Als Ladenpreis habe ich mit dem Herrn Dir. H.
5 Mark vereinbart.
bei mir. Werden die nicht benötigt, wenn die neuen Umschläge4
drauf kommen. Als Ladenpreis habe ich mit dem Herrn Dir. H.
5 Mark vereinbart.
Mit schönstem Gruße ergebenst
Arnold Schönberg
Das abzuschreibende (unleserliche) Manuskript5 liegt bei
diktieren
Typoskript des Textbuchs,
verschollen (ASGA B 6/2, Quelle TC*). Unvollständiger Durchschlag des
Typoskripts des Textbuchs mit Eintragungen Pappenheims (ASGA B 6/2, Quelle TCa).
zweite Werk
Manuskript von Die glückliche Hand op. 18 (T08.05), das Schönberg
an die UE zum Abschreiben übergab. Diese
typographische Abschrift diente als Kompositionsvorlage (T07.05).
Kopien
Schönberg übergab den Text mehreren Personen zur kritischen
Lektüre, darunter Alma Mahler,
vermutlich auf Basis eines durch die UE
hergestellten Typoskripts (Arnold Schönberg an Alma Mahler, 7. Oktober
1910; ASCC 6678). Eine frühere, vermutlich von Mathilde Schönberg hergestellte,
Abschrift lag u. a. Hermann Bahr und
Alexander Zemlinsky vor
(Hermann Bahr an Arnold Schönberg, 29. Juli 1910; ASCC
10095; Alexander Zemlinsky an Arnold Schönberg, 22. August
1910; ASCC 18750).
Umschläge
Über das ursprünglich im
Selbstverlag erschienene Streichquartett Nr. 2
op. 10 „inclusive der Vorräte sowie der Straube
Matrizen“ und 10 weitere Werke schlossen Arnold Schönberg und die Universal-Edition am 6. Oktober
1909 einen Vertrag. Laut tags zuvor, am 5. Oktober 1909 geschlossem
Prioritätsvertrag hatte Schönberg
bei Einband und Innentitel Mitgestaltungsrecht, während „als
Umschlag der UniformUmschlag [sic] der Universal-Edition“ verwendet werden musste (Heinsheimer 2017, S.
31–32; Vertragsentwurf vor 5. Oktober
1909).
Manuskript
Handschriftliche Textvorlage
Marie Pappenheims (ASGA B 6/2, Quelle TA).
12/9. 1910
Geehrtes Fräulein Rothe, Frau Dr
Pappenheim kommt morgen Dienstag um 1/2 3 Uhr nachmittags zu Ihnen ins Bureau um einer Ihrer Damen ihre Dichtung den Text zum Monodram zu diktieren1. Vielleicht geben Sie ihr jemanden der sehr schnell und gut
schreibt. Sie hat eine Stunde bloß Zeit. Das zweite Werk2
sende ich ihnen
sowie die eine
Abschrift fertig ist. Bitte soviel
Kopien3 zu machen als möglich ist und wenns fertig ist, an mich zu schicken.
Frau Dr
Pappenheim könnte eventuell schon früher
(1/2 2 Uhr) aber da ist bei Ihnen noch niemand da. Eventuell könnten Sie
sie vormittags unter 16004 im Allgem.
Krankenhaus anrufen.
Die beiliegende Karte, die
ich zu erledigen bitte, erwähnt auch eine
Bestellung auf 1 Exemplar meines II. Quartettes,
die ich Ihrem Herrn Englisch übergab. Vielleicht kann man die
Fertigstellung der Noten irgendwie beschleunigen.
Jedenfalls bitte ich diese Bestellung vorzumerken und die Noten sofort abzusenden, sobald sie vorhanden
sind.
Es sind noch eine Anzahl Exemplare meines 2ten Quartettes
bei mir. Werden die nicht benötigt, wenn die neuen Umschläge4
drauf kommen. Als Ladenpreis habe ich mit dem Herrn Dir. H.
5 Mark vereinbart.
Mit schönstem Gruße ergebenst
Arnold Schönberg
Das abzuschreibende (unleserliche) Manuskript5 liegt bei
diktieren
Typoskript des Textbuchs,
verschollen (ASGA B 6/2, Quelle TC*). Unvollständiger Durchschlag des
Typoskripts des Textbuchs mit Eintragungen Pappenheims (ASGA B 6/2, Quelle TCa).
zweite Werk
Manuskript von Die glückliche Hand op. 18 (T08.05), das Schönberg
an die UE zum Abschreiben übergab. Diese
typographische Abschrift diente als Kompositionsvorlage (T07.05).
Kopien
Schönberg übergab den Text mehreren Personen zur kritischen
Lektüre, darunter Alma Mahler,
vermutlich auf Basis eines durch die UE
hergestellten Typoskripts (Arnold Schönberg an Alma Mahler, 7. Oktober
1910; ASCC 6678). Eine frühere, vermutlich von Mathilde Schönberg hergestellte,
Abschrift lag u. a. Hermann Bahr und
Alexander Zemlinsky vor
(Hermann Bahr an Arnold Schönberg, 29. Juli 1910; ASCC
10095; Alexander Zemlinsky an Arnold Schönberg, 22. August
1910; ASCC 18750).
Umschläge
Über das ursprünglich im
Selbstverlag erschienene Streichquartett Nr. 2
op. 10 „inclusive der Vorräte sowie der Straube
Matrizen“ und 10 weitere Werke schlossen Arnold Schönberg und die Universal-Edition am 6. Oktober
1909 einen Vertrag. Laut tags zuvor, am 5. Oktober 1909 geschlossem
Prioritätsvertrag hatte Schönberg
bei Einband und Innentitel Mitgestaltungsrecht, während „als
Umschlag der UniformUmschlag [sic] der Universal-Edition“ verwendet werden musste (Heinsheimer 2017, S.
31–32; Vertragsentwurf vor 5. Oktober
1909).
Manuskript
Handschriftliche Textvorlage
Marie Pappenheims (ASGA B 6/2, Quelle TA).
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 12. September 1910, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.6915.