Arnold Schönberg an Universal-Edition
7. Februar 1932
Ich erfahre nunmehr, was ich bisher
für ein unglaubwürdiges Gerücht1 gehalten habe: dass Sie
die amerikanische Erstaufführung2 meiner Gurrelieder an
Stockowsky vergeben haben. Da Sie gewiss nicht vergessen
haben, dass zwischen uns diesbezüglich eine Verabredung
besteht (welche auch mehreren schriftlichen Abmachungen
zugrundeliegt!)3 wonach ich mir persönlich das Recht vor-
behalten habe, die Erstaufführung in Amerika zu leiten
dirigieren, ersuche ich Sie, mir freundlichst umgehend mit-
zuteilen, wie Sie sich vorstellen, dass ich mich gegenüber
einer solchen Verletzung meiner Rechte verhalten werde?
für ein unglaubwürdiges Gerücht1 gehalten habe: dass Sie
die amerikanische Erstaufführung2 meiner Gurrelieder an
Stockowsky vergeben haben. Da Sie gewiss nicht vergessen
haben, dass zwischen uns diesbezüglich eine Verabredung
besteht (welche auch mehreren schriftlichen Abmachungen
zugrundeliegt!)3 wonach ich mir persönlich das Recht vor-
behalten habe, die Erstaufführung in Amerika zu leiten
dirigieren, ersuche ich Sie, mir freundlichst umgehend mit-
zuteilen, wie Sie sich vorstellen, dass ich mich gegenüber
einer solchen Verletzung meiner Rechte verhalten werde?
Hochachtungsvoll
einschreibenGerücht
Vgl. Die Stunde 1931. Dort wird die
Absicht Leopold Stokowskys, die
Gurre-Lieder zur amerikanischen Erstaufführung zu bringen,
verkündet. Gegenüber seinem Anwalt (Arnold Schönberg an Gerhard Jacoby,
23. März 1932; ASCC
2236) gibt Schönberg an,
Emil Hertzka habe ihm „durch
einen seiner Angestellten einen Privatbrief schreiben“ lassen anstatt
ihn direkt zu verständigen. Vermutlich Adolph Weiss an Arnold Schönberg,
23. März 1931 (ASCC
18317).
Erstaufführung
Verabredung besteht (welche auch mehreren schriftlichen
Abmachungen zugrundeliegt!)
Schönberg hatte bereits 1916 eine entsprechende Vereinbarung mit
Emil Hertzka getroffen, die
einzige erhaltene schriftliche Bestätigung ist Universal-Edition an Arnold Schönberg, 29.
Dezember 1916. Schönberg
hatte Stokowski bereits brieflich
konfrontiert (Arnold Schönberg an Leopold Stokowski, 20. November 1931;
ASCC 2120).
Ich erfahre nunmehr, was ich bisher für ein unglaubwürdiges Gerücht1 gehalten habe: dass Sie die amerikanische
Erstaufführung2 meiner Gurrelieder an
Stockowsky vergeben haben. Da Sie gewiss
nicht vergessen haben, dass zwischen uns diesbezüglich eine Verabredung besteht (welche auch mehreren schriftlichen
Abmachungen zugrundeliegt!)3 wonach ich mir persönlich das Recht vorbehalten habe, die Erstaufführung in Amerika zu
dirigieren, ersuche ich Sie, mir freundlichst umgehend mitzuteilen, wie Sie sich vorstellen, dass ich mich gegenüber
einer solchen Verletzung meiner Rechte verhalten werde?
Hochachtungsvoll
einschreiben
einschreiben
Gerücht
Vgl. Die Stunde 1931. Dort wird die
Absicht Leopold Stokowskys, die
Gurre-Lieder zur amerikanischen Erstaufführung zu bringen,
verkündet. Gegenüber seinem Anwalt (Arnold Schönberg an Gerhard Jacoby,
23. März 1932; ASCC
2236) gibt Schönberg an,
Emil Hertzka habe ihm „durch
einen seiner Angestellten einen Privatbrief schreiben“ lassen anstatt
ihn direkt zu verständigen. Vermutlich Adolph Weiss an Arnold Schönberg,
23. März 1931 (ASCC
18317).
Erstaufführung
Verabredung besteht (welche auch mehreren schriftlichen
Abmachungen zugrundeliegt!)
Schönberg hatte bereits 1916 eine entsprechende Vereinbarung mit
Emil Hertzka getroffen, die
einzige erhaltene schriftliche Bestätigung ist Universal-Edition an Arnold Schönberg, 29.
Dezember 1916. Schönberg
hatte Stokowski bereits brieflich
konfrontiert (Arnold Schönberg an Leopold Stokowski, 20. November 1931;
ASCC 2120).
7. Februar 1932
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief, Kopie
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 7. Februar 1932, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.2214.