Arnold Schönberg an Universal-Edition
nach 11. April 1922
Lieber Herr Direktor, Ihr Brief1 vom 11/IV. enttäuscht mich:
1. Ich habe Ich habe angenommen Sie sähen, dass ich Ihnen alles vieles mehr von dem worüber mit bei bei vielem worüber wir verhandelt haben haben, [...] den
Charakter eines Definitivums habe trage, und insbesondere so [...] Ihnen klar
war, dass ich unbefriedigt geblieben bin [...] [...] habe erwartet, dass Sie mir bessere Vorschläge machen werden.
Vielleicht haben wir zu lange „als-ob“ gesprochen – mein Wunsch wars nicht.
2.) aber abgesehen davon Aber zudem fehlt in Ihrem Brief [...] nicht nur
a) [...] manches was wir am 9/IV besprochen haben, sowie
b) manches was schon vorher einer Regelung ziemlich nahe war worüber Sie sogar schon früher Vorschläge gemacht hatten, und sondern auch
c) die Regelung gewisser Punkte meines Briefes vom Dec 1921 die bisher [...] waren
1. Ich habe Ich habe angenommen Sie sähen, dass ich Ihnen alles vieles mehr von dem worüber mit bei bei vielem worüber wir verhandelt haben haben, [...] den
Charakter eines Definitivums habe trage, und insbesondere so [...] Ihnen klar
war, dass ich unbefriedigt geblieben bin [...] [...] habe erwartet, dass Sie mir bessere Vorschläge machen werden.
Vielleicht haben wir zu lange „als-ob“ gesprochen – mein Wunsch wars nicht.
2.) aber abgesehen davon Aber zudem fehlt in Ihrem Brief [...] nicht nur
a) [...] manches was wir am 9/IV besprochen haben, sowie
b) manches was schon vorher einer Regelung ziemlich nahe war worüber Sie sogar schon früher Vorschläge gemacht hatten, und sondern auch
c) die Regelung gewisser Punkte meines Briefes vom Dec 1921 die bisher [...] waren
Vor Allem finde jedoch ich, dass ich für die
Verluste nicht entschädigt wurde,
welche mir dadurch entstanden sind, dass Sie die Bestimmungen unseres Vertrages
nicht eingehalten haben, indem Sie mir d meine Anteile nicht, wie unser
Vertrag es festsetzt vom Ladenpreis berechneten, sondern von irgendeinem anderen, (im Verhältnis zu
unsern präcisen Abmachungen als willkürlich zu nennenden Preis.
welche mir dadurch entstanden sind, dass Sie die Bestimmungen unseres Vertrages
nicht eingehalten haben, indem Sie mir d meine Anteile nicht, wie unser
Vertrag es festsetzt vom Ladenpreis berechneten, sondern von irgendeinem anderen, (im Verhältnis zu
unsern präcisen Abmachungen als willkürlich zu nennenden Preis.
Da ich keine Aussicht habe auf diese Weise zu einem Resultat
zu kommen, ja, da (wie Sie selber sagen:) auch die letzt 1921 er Ab-
rechnung noch auf dieser unsere Abmachungen brechenden Methode
beruht, habe ich mich entschlossen, eine Lösung zu suchen, indem ich Ihnen zwar in folgender Weise
entgegen zu kommen:
zu kommen, ja, da (wie Sie selber sagen:) auch die letzt 1921 er Ab-
rechnung noch auf dieser unsere Abmachungen brechenden Methode
beruht, habe ich mich entschlossen, eine Lösung zu suchen, indem ich Ihnen zwar in folgender Weise
entgegen zu kommen:
1. Ich verlangebegnüge als Schadensgutmachung eine relativ ge-
ringe Summe (nach meiner Schätzung höchstens ungefähr den 6.–10 Teil des meines
wirklichen Schadens)
ringe Summe (nach meiner Schätzung höchstens ungefähr den 6.–10 Teil des meines
wirklichen Schadens)
2. Verlange ich dagegen volle Garantien für die Zukunft
und bemerke dass nur im Falle und solange Sie diese so leisten, wie ich sie fordere
ich mich mit der ad I) genannten Schadensgutmachung zufrieden gebe.
und bemerke dass nur im Falle und solange Sie diese so leisten, wie ich sie fordere
ich mich mit der ad I) genannten Schadensgutmachung zufrieden gebe.
Sie finden meine diesbezüglichen „als-ob“-Vorschläge in
beiliegendem „als-ob“-Entwurf.
beiliegendem „als-ob“-Entwurf.
Eines nur: über die Stilisierung manches Details kann gesprochen werden.
[Nicht]
aber über irgendetwas anderes mehr. Wir müssen einmal mit dieser Sache fer-
tig werden.
aber über irgendetwas anderes mehr. Wir müssen einmal mit dieser Sache fer-
tig werden.
Lieber Herr Direktor, Ihr Brief1 vom 11/IV. enttäuscht mich:
Ich habe angenommen Sie
sähen, dass ich
bei vielem
worüber wir verhandelt
haben,
unbefriedigt geblieben bin
[...]
habe erwartet, dass Sie mir bessere Vorschläge
machen werden. Vielleicht haben wir zu lange „als-ob“ gesprochen – mein
Wunsch wars nicht.
Aber zudem fehlt in Ihrem Brief nicht nur
manches was wir am 9/IV besprochen haben,
sowie
manches
worüber Sie sogar schon früher Vorschläge gemacht
hatten, sondern auch
die Regelung gewisser Punkte meines Briefes
vom Dec 1921 die bisher
[...] waren
Vor Allem finde jedoch ich, dass ich für die
Verluste nicht entschädigt wurde, welche mir dadurch entstanden sind, dass
Sie die Bestimmungen unseres Vertrages nicht eingehalten haben, indem Sie
meine Anteile nicht, wie unser Vertrag
es festsetzt vom Ladenpreis berechneten, sondern
von irgendeinem anderen,im Verhältnis zu unsern präcisen Abmachungen
willkürlich zu nennenden Preis.
Da ich keine Aussicht habe auf diese Weise zu einem Resultat zu kommen, ja,
da (wie Sie selber sagen:) auch die letzt
1921
er
Abrechnung noch auf
dieser unsere Abmachungen brechenden Methodeberuht, habe ich mich
entschlossen, eine Lösung zu suchen, indem ich
Ihnen in folgender Weise entgegen
komme:
1. Ich begnüge als Schadensgutmachung eine relativ geringe Summe (nach meiner Schätzung höchstens ungefähr den 6.–10 Teil meines wirklichen
Schadens)
2. Verlange ich dagegen volle Garantien für die Zukunft und bemerke dass nur
im Falle und solange Sie diese so leisten, wie ich
sie fordere ich mich mit der ad I) genannten
Schadensgutmachung zufrieden gebe.
Sie finden meine diesbezüglichen „als-ob“-Vorschläge in
beiliegendem „als-ob“-Entwurf.
Eines nur: über die Stilisierung manches Details kann gesprochen werden.
Nicht
aber über irgendetwas anderes
mehr. Wir müssen einmal mit dieser Sache fertig werden.
nach 11. April 1922
Ort erschlossen
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief, Entwurf
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, nach 11. April 1922, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.22618_hlsd.